Köln -

Einmal AfD – und bitte nie wieder!

Maritim-Direktor Hartmut Korthäuer hat die rechten Faxen dicke: „Wir werden aus großer Sorge um unsere Mitarbeiter künftig der AfD keine Räumlichkeiten mehr für größere Veranstaltungen anbieten“, sagte er am Sonntag klipp und klar dem EXPRESS. Kurz: AfD raus!

Denn: „Das Wochenende war für die Kollegen sehr stressintensiv. Besonders die schwierige An- und Abreise oder notgedrungen die Übernachtung im Hotel.“

Maritim in Festung verwandelt

Korthäuer und mehr als 200 Kollegen sind froh, wenn am Montag wieder der Alltag einkehrt. Kein Wunder: Hundertschaften, Wasserwerfer, Reiterstaffeln: Die Polizei hatte das Maritim übers Wochenende in eine Festung verwandelt – die AfD in eine Hochburg von nationalem Gedankengut, Europafeindlichkeit und Medienschelte. Linksextreme Chaoten sahen das Quartier am Rhein als Hassobjekt ihrer wüsten Drohungen und Demonstrationen.

Jetzt aber: Schluss, Aus, vorbei. „Ich danke meinen Mitarbeitern, die sich trotz der schwierigen Lage und Gäste professionell verhalten haben.“

Hausverbot gilt bundesweit

Nicht genug: Das künftige Hausverbot für die AfD gilt jetzt bundesweit für alle 33 Maritim-Hotels.

Das Unternehmen zieht in einer offiziellen Stellungnahme dort Grenzen, „wo andere wegen ihrer Herkunft, Rasse oder Religion diskriminiert wurden, wo der Holocaust geleugnet oder sonst die Gräuel des NS-Regimes in Abrede gestellt oder verharmlost wurden“. Deshalb hatte das Maritim gegen den thüringischen AfD-Politiker Björn Höcke bereits ein generelles Hausverbot erteilt.